Das hätte eigentlich nicht passieren dürfen

Wir haben in unserer langen Musiker-Laufbahn ja schon so manches erlebt: über abgeklebte Schutzleitungen („weil es sonst gebrummt hätte“) über Wassereinbrüche auf der Bühne, bis hin zur Suche nach dem verflixten Adapterkabel. Also sollten wir „eigentlich“ für alle Fälle gewappnet sein: unser Schlagzeuger hat immer ein Ersatzfell und Ersatz-Snare dabei. Kabel, Mikrofone, Saiten… haben wir zur Sicherheit immer mindestens doppelt dabei. Es hätte jedes Teil der PA treffen dürfen, aber doch nicht unser Mischpult.

Beim Aufbau bei den Trappern in Bergisch-Gladbach Kaltenbroich funktionierte unser gutes Yamaha Arbeitspferd noch normal aber den ersten Ton unseres Keyboarders wollte es einfach nicht ertragen. Plötzlich leuchtete keine Kontrollleuchte mehr … alles aus. Stecker gewechselt, Steckplatz gewechselt, die Suche nach der Sicherung (die sich leider im Gerät selbst befinden)… nichts zu machen! Also stieg Martin wieder ins Auto, gab dem Sprinter die Sporen und holte das kleine Mischpult aus dem Proberaum. Das hat zwar weniger Eingänge aber als Notlösung musste genommen werden was vorhanden war. Und mal ehrlich: auch wenn der kleine Mackie-Mischer sicher nicht dafür gedacht ist, eine ganze Band live abzumischen, hat es doch recht gut funktioniert.

Mit rund einer Stunde Verspätung starteten wir die ersten Stücke etwas verhalten – jeder musste erst noch „seinen Sound finden“ aber dann gaben wir – wie üblich – richtig Gas. Der kleine Platz bei den „Trappers“ war in diesem Jahr besonders gut besucht und wir hatten keine Probleme, mit dem Publikum kräftig um die Wette zu rocken. Die Stunde Verspätung haben wir selbstverständlich hinten wieder dran gehangen… und wenn’s nach dem Publikum gegangen wäre, hätte es sogar noch länger gehen dürfen.

Unser Mischpult kommt nun in die Werkstatt, wir machen parallel etwas Pause, werden aber fleißig neue Stücke üben und freuen uns jetzt schon auf den 30. Juli – dann geht’s wieder ab in den Harz nach Pullman-City … YEEHAW