Freud und Leid so nahe beieinander

Von der Grundstimmung versuchen wir immer, unsere Tourberichte so positiv, wie möglich zu gestalten. Manchmal, wie in diesem Fall fällt aber leider ein Schatten auf unsere gute Stimmung.

Vergangenes Wochenende waren wir von ‚Country‘-Werner Fenske zum 17. Country- und Truckerfestival in Nienburg eingeladen – übrigens bereits das vierte Mal. Werner und seine Frau Mona waren im letzen Jahr zu unserem ’10-Jährigen‘ gekommen und hatten uns direkt für das Festival verpflichtet.

Im Mai diesen Jahres trafen wir beide ‚Fenskes‘ auf einer Country-Hochzeit in Rehburg-Loccum und Werner war trotz einer Chemotherapie bester Dinge und wie immer ‚gut drauf‘. Beim Wiedersehen in Nienburg erlebten wir – zum großen Bedauern – einen vom Krebs stark geschwächten Werner. Mona zeigte zwar Stärke (und hatte kurzerhand den größten Teil des Festivals mit Ihrem Sohn Ingo und vielen Freunden selbst organisiert) aber es war ihr deutlich anzusehen, dass ihr das Lächeln doch arg schwer fiel.

Nun wäre Werner aber nicht er selbst, wenn er nicht selbst das Motto ausgegeben hätte: ‚das hier ist keine Trauerfeier, sondern ein Festival – also amüsiert Euch gefälligst!‘

Und das taten wir dann selbstverständlich auch. Werner wird es in seinem Schlafzimmer gehört haben, dass wir fast fünf Stunden Gas gaben – zum sichtlichen Vergnügen des Publikums (die Bilder im Fotoalbum und Kommentare auf Facebook sprechen Bände).

Kurz vor Mitternacht gab es dann noch ein kleines Bonbon: Jacky (die damals im süßen Alter von 14 Jahren unseren Drummer Kai daten wollte) bekam vor der Bühne einen Heiratsantrag von Ihrem Freund Benny und sagte unter großem Beifall ‚ja‘!
Fanclub-Chief Anni hatte am Sonntag Geburtstag (und war deswegen extra mit nach Nienburg gekommen) und bekam selbstverständlich ihr verdientes Ständchen (und ein Geschenk von der Band). Annies Töchterchen Lilly (jüngstes REUNION-Fanclub-Mitglied) stahl übrigens wieder mal allen die Show: von einigen Schlaf-Auszeiten abgesehen, war dieses Kind nicht von der Bühne wegzukriegen und wäre am liebsten zu Kai auf das Schlagzeug geklettert.

Krebs ist und bleibt ein Arschloch! Halte durch Werner – wir sind in Gedanken immer bei dir und versprechen, dass wir zusammen das 19te und 20ste Festival in Nienburg feiern werden!

2 Antworten auf „Freud und Leid so nahe beieinander“

  1. Ich glaube da giebt es weiter nichts zu zu sagen .Ihr habt den Nagel auf den Kopf getroffen und geschrieben was jeder gedacht und gefühlt hat.
    Wir sind beim nächsten mal wieder dabei
    das Trapperpaar
    Peter & Siggi

  2. Hallo zusammen, es war ein toller Abend in Nienburg. Ihr seit spitze. Und Eure CD hat uns die Rückfahrt nach Wuppertal klasse begleitet. Lieben Gruß Frank und Biggi

    PS: Auch wir werden Helfend zur Seite stehen…

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