Graf’s Frühlingsfest…

…oder zwei Tage Remmi-Demmi auf ‚zig Bühnen. Mal schauen, ob wir alle Erlebnisse vom Wochenende noch in Erinnerung haben.

Ok, Herne bzw. Crange hat durch die Kirmes natürlich jede Menge Erfahrung mit Großveranstaltungen aber was am Wochenende als „Firmenfeier“ getarnt angekündigt war, hatte mehr etwas von einem riesigen Volksfest: der Platz der Cranger Kirmes diente als Park&Ride-Parkplatz und ein ununterbrochener Shuttle-Service bewältigte den Besucheransturm. Jede Menge Karussells, Hüpfburgen, Fressstände und dazu Musik auf … wie viele Bühnen waren’s eigentlich?

Vom angekündigten sonnigen Wetter kriegten wir Samstag-Morgen um 7:30 Uhr noch nichts mit – eigentlich eine Musiker-unwürdige Zeit. Der Hänger war bereits geladen, also nur noch Reisetaschen in’s Auto und los ging’s in’s ca. 1 Autostunde entfernte Herne. Unser Aufbau gestaltete sich für die Kollegen von der Technik wie gewohnt pflegeleicht und wir starteten pünktlichst um 10:15 als eine der ersten Bands. Zu dieser Uhrzeit war noch relativ wenig los – ein ideales Aufwärmset für uns. Zumindest auf unserer Bühne war „Non-Stop-Programm“ angesagt. Wir wechselten uns mit Powerkraut aus Düsseldorf, den Dixieland Crackerjacks und weiteren Musikern ab. Da folgte dann auch schon mal gerne eine spontane Jam-Session zum Übergang von den Bands, was vom Publikum entsprechend gewürdigt wurde. Abends, nach Ende der Veranstaltung leerte sich das tagsüber rappelvolle Gelände leider sehr schnell und wir Musiker – eigentlich eher Nachtmenschen – suchten viel zu früh unsere Gästewohnung auf. Dort entdeckten wir Massagesessel auf den Zimmern und diverse Shopping-TV-Sender (dort wurden die Massagesessel wahrscheinlich gekauft). Unter dem Gesichtspunkt der Satire lässt sich der Mix aus ALG2-Wahrsagern, Puppenmuttis, Knobi-Potenzpillen usw. sicher ertragen. So aber verabschiedeten wir uns früh in die Betten, um Nachts von in Ohrenhöhe vorbeifahrenden Zügen, diversen Kettenfahrzeugen, spontanen Streetparties und mindestens vier Kirchtürmen ausgiebig unterhalten zu werden.
Auf der Fahrt zum Firmengelände am Sonntag morgen erreichte uns die Schreckensnachricht: Juan, der als Einziger nach Hause gefahren war, stand mit Motorschaden auf der Autobahn. Für ihn organisierten wir schnell den Abschleppdienst und für uns Uwe’s Sohn Maik, der Juan bereits im vergangenen Jahr würdig vertreten hatte (wie wir das wieder gut machen können…?). Das Wetter spielte leider nicht ganz mit – es war deutlich kühler und immer wieder kam es zu Regenschauern. Für eine Firmenfeier war’s aber noch immer rappelvoll, wenngleich auch die 50.000 Besucher vom Vortag sicher nicht erreicht wurden.
Zwei Tage Auftritte mit jeder Menge Spaß, vielen neuen Freunden und Fans, sehr liebe Musiker-Kollegen… bleibt nur noch unserer Fanclub-Vorsitzenden Anni zu danken, die uns Samstag, wie Sonntag zuverlässig durch die Gegend kutschierte, Merchandising verkaufte und über 600 Fotos geschossen hat – eine Auswahl ist bereits online