Die Proben laufen auf Hochtouren

Endlich dürfen wir wieder Proben 🙂

Bald stehen wir endlich wieder für euch auf der Bühne. Wir freuen uns auf die nächsten Auftritte und hoffen euch zahlreich begrüßen zu dürfen. Dieses Jahr hat uns leider wieder viele Auftritte genommen. Dafür sind wir nächstes Jahr wieder sehr oft für euch unterwegs. Schaut immer mal wieder auf unsere Seite, damit ihr bloß keinen Auftritt verpasst.

Eure Reunion´s

Wir haben ihn gefunden!

Endlich haben wir einen neuen Bassisten an unserer Seite!

Der Liebe Markus Ohmstedt wird ab sofort am Bass und Gesang für euch zu hören sein . Wir freuen uns auf eine tolle Zeit mit vielen geilen Auftritten.

Herzlich Willkommen bei REUNION

Niemals geht man so ganz…!

Bei REUNION aufzuhören, ist schlimmer, als mit seiner Freundin Schluss zu machen!

Als wir vor mehr als 18 Jahren mit anderen Verrückten ‚REUNION‘ gründeten, konnten wir ja nicht ahnen, was sich aus der regionalen Hobbyband entwickeln würde. Dass wir regelmäßig quer durch die Republik reisen und als ehrenamtliche Stausucher über 80.000 Kilometer Asphalt fressen würden… aber vor allem sooo viele nette Menschen auf fast 300 Auftritten kennenlernen durften!
Eine lange Zeit lief das für mich auch alles sehr glatt – ich konnte Beruf und Hobby prima unter einen Hut bringen. Habe es genossen, wenn die Leute nach dem Auftritt uns mit voller Überzeugung versicherten, dass wir die allerbeste Band sind, die sie jemals erleben durften.

Aber wir werden leider nicht jünger und irgendwann konnte ich den Stress im Beruf und die Strapazen eines Tour-Wochenendes nicht mehr so gut abbauen. Es fällt mir immer schwerer, von Tourleben nahtlos ins Büro zu wechseln… und umgekehrt, die beruflichen Herausforderungen nicht auf die Bühne und die Musikerkollegen zu übertragen.
Ich hätte unglaublich gerne in 1-1/2 Jahren das 20-jährige Bühnenjubiläum mit Euch gefeiert und ich werde ganz sicher beim Jubiläum erscheinen.

Auf jeden Fall werde ich die Momente vermissen, wenn ich auf den großen Bühnen mit meinen lieb gewonnenen Freunden abfeiern durfte. Oder die unendlichen – immer lustigen – Diskussionen, wenn wir irgendwo (im Nirgendwo) bei einem Kaltgetränk darauf warteten, endlich die Bühne betreten zu können – wie gerade am vergangenen Wochenende.

Dass es REUNION weiter geben wird, erleichtert mir den Abschied! Ganz sicher wird es – wie bei jedem Musikerwechsel – nicht mehr so sein, wie vorher. Aber so, wie ich meine Musiker kenne, werden sie auf jeden Fall aus der Situation das Beste machen und weiterhin für einzigartige Momente und phantastische Stimmung sorgen.
REUNION war schon immer mehr als nur die Summe der Musiker. Wir sind und bleiben(!) Familie und Freunde…

Ich werde das Geschehen rund um REUNION weiter verfolgen und selbstverständlich meinen lieben Musikerkollegen helfen, wenn es nötig wird.
Und sobald f****ing Corona es wieder erlaubt, werde ich bei einem Auftritt in der Heimat ganz sicher noch mal ein Set mit auf der Bühne stehen.

Macht’s gut und danke für die schönen Jahre

Martin geht

Liebe Freunde von Reunion, das hier ist kein schlechter Scherz. Die Band weiß es schon seit ein paar Wochen, heute habe ich (Uwe) die scheiß Aufgabe es öffentlich zu machen. Der hoffentlich stattfindende Halloween-Auftritt in Pullman City Hasselfelde wird Martins letzter Gig mit Reunion sein. Aus beruflichen Gründen verlässt der „CHEFF“ seine Band. Er ist der Gründer, der Kopf, das Herz und das Gesicht der Kapelle und wird nicht zu ersetzen sein.

Um Spekulationen vorzubeugen – Nein, wir haben uns nicht zerstritten. Wir werden uns, wie zuletzt mit Markus, in Freundschaft trennen. Die Proben für seine letzte Show laufen, wie immer, harmonisch und mit Spaß an der Musik. Wir werden weiterhin zusammen feiern, trinken und Spaß haben – und – wir vier werden ihn bei jedem zukünftigen Gig vermissen. Wer also den besten Bandleader der Welt noch einmal auf der Bühne erleben möchte, sollte am 31.10.20 in den Harz reisen.

Maik, Kai, Charly und ich haben beschlossen weiter zu machen. Es wäre zu schade eine Band wie unsere (seine) aufzulösen. So, jetzt schluckt mal, atmet tief durch und tragt es wie wir mit (mäßiger) Fassung.

Bleibt gesund.

Letzte Probe mit Martin

Tja Leute, das war sie. Unsere letzte Probe mit Martin. Generalprobe für die morgige Halloweenparty in Hasselfelde. So bitter wie das klingt ist es aber nicht. Wie vorher schon geschrieben, haben wir entspannt, freundschaftlich und Spaß an der Sache auf Martins letzten Auftritt hingearbeitet. Heute um 14 Uhr geht es los Richtung Harz. Wir sind natürlich gespannt was so von der sonst fantastischen Party unter den Corona-Auflagen übrig bleibt. Wir werden, wie immer, unser bestes geben und wie gewohnt über die Bühne toben. Auf keinen Fall wird es, wie einige meinten, eine traurige Veranstaltung. Wir sind Martin sehr dankbar für fast 19 Jahre exzellente Bandführung, seine organisatorische Arbeit und musikalische Inspiration. Und natürlich für die 200000 Kilometer die er uns in dieser Zeit durch die Gegend gefahren hat.Seht bitte von Überredungsversuchen und Trauerbekundungen ab. Es ist schade das er geht, aber er geht. Punkt. Lasst uns zusammen einen tollen Abend haben. Wir freuen uns wie Bolle auf Pullman und auf Euch.

Wo soll man anfangen?

Es ist ja fast schon ein Privileg, zu den Bands zu gehören, die in Coronazeiten wieder vor echtem Publikum spielen dürfen. Der letzte REUNION Livegig liegt immerhin schon ein „paar Tage“ zurück.

Wir haben ja so auf diesen Tag hingefiebert, endlich wieder auf einer Bühne zu stehen. Endlich wieder dieses tolle Gefühl, dass sich breit macht, wenn die Leute vor der Bühne ihrer Begeisterung freien Lauf machen… dieses Feedback von Euch haben wir echt vermisst.

Als in den vergangenen Wochen klar wurde, dass wir tatsächlich am 25. Juli in Pullman City Harz wieder die Bühne entern dürfen, begann unser normaler Probealltag … schließlich wollten wir auch ein paar neue Songs präsentieren. Um es vorweg zu nehmen: die „Neuen“ kamen super an und wir haben sogar noch weitere Lieder in der Pipeline.

Aber der Reihe nach: es ist Ferienzeit und der Bundesbürger verreist aktuell lieber innerhalb Deutschlands (gibt ja auch wunderschöne Ziele hier). Unser Dilemma: wo kriegen wir einen Schlafplatz für die Nacht von Freitag auf Samstag her – der Ferienpark war komplett ausgebucht und auch in Pullman gab es nur noch Schlafplätze im neuen Fort. Egal – wir wollen das komplette Wochenende genießen.
Also machten sich die sechs Stausucher Freitag um ca. 14 Uhr auf den Weg in den Harz und kamen kurz nach 18 Uhr bereits an… also gar nicht mal so viele Staus, wie erwartet. Zwischenzeitlich hatte sich das Pullman Office auch gemeldet und zwei Bandzimmer angeboten… DANKE!!!

Die anschließende Schlagzahl, mit der am Freitag Abend Getränke vernichtet wurden… nun ja, wir hatten ja auch etwas nachzuholen. Und freuten wir uns „auf“ und „über die Musik“ der „Pullman City Wild Boyz“. Hat uns vor der Bühne viel Spaß gemacht und den Jungs „oben“ wohl ebenfalls.
Der Samstag-Morgen-Frühschoppen fiel etwas bescheidener aus… wir wollten uns schließlich abends in Bestform präsentieren.
Und es hat – bis auf kleinere Aussetzer – ganz gut geklappt. Die Music Hall war komplett ausgebucht und vor der Türe gab es genug Fans, die noch rein wollten… ging leider nicht. Pullmans neue Zeitregelung mussten wir auch erst mal verdauen: nur noch drei 1-Stunden Sets. Und um kurz nach Mitternacht sollten wir Schluss machen… ok, ist zwar ungewohnt aber selbstverständlich richten wir uns zukünftig danach.

Für uns bleibt das vergangene Wochenende eindeutig auf der „Haben-Seite“! Wir hatten jede Menge Spaß und wenn wir eure Gesichter richtig interpretieren, dann ward ihr auch zufrieden mit „Euren REUNIONs“, gelle?

Apropos Gesichter: im Fotoalbum zeigen wir dieses Mal keine tanzenden Leute… ihr könnt Euch sicher selbst denken, warum.

Ach ja und unsere neuen Bandanas (Schlauchschals)… da die Maskenpflicht in Pullman weitgehend ausgesetzt war, gab es etwas weniger Verkäufe, als erwartet…
Wer aber gerne ein Bandana, von der limitierten Auflage haben möchte, meldet sich bei uns: 7 € zzgl. Versand… sehen todschick aus, und wenn ihr einen potthässlichen Nachbarn habt, tut ihm und seiner Umwelt doch einen Gefallen und schenkt ihm ein REUNION Bandana … Danke 😉
Weitere Verwendungsmöglichkeiten: Ersatzmaske für den nächsten Einkauf, Haarband, Fliegenfänger beim Motorradfahren… nur bitte keine Banküberfälle mit unserem Logo drauf.
Schickt uns mal Bilder, was ihr damit macht

Hurra, wir leben noch… und wir dürfen wieder spielen!

Man, man, man, wie wir euch vermissen in dieser traurigen Zeit. Viele, ganz viele tolle Auftritte sind uns bis jetzt schon durch die Lappen gegangen. Und für die nahe Zukunft sieht es leider nicht besser aus.

Besonders schlimm für uns ist es, Euch nicht treffen zu können. Ihr Pullmänner und Frauen, ihr Trappers, ihr Mavericks und all die anderen tollen Menschen, die mit uns feiern wenn wir die Bühne entern.

Doch Ende Juli macht das Elend Pause. Am Samstag, den 25.Juli dürfen wir im Harz die Dancehall in Pullman City Hasselfelde aufmischen. Wir werden – reunionüblich – selbstverständlich Freitags anreisen, um mit euch ein Wochenende (natürlich Corona-konform) zu feiern. Das wird ein Spaß!

Macht euch auf die Socken und feiert mit! Damit ihr auch noch erkennt, um wen es hier eigentlich geht, haben wir auf Facebook eine kleine Fotostory angehängt. Den Song dazu haben wir bei einer der letzten Proben mal so ins Mikro gehustet. Was meint ihr – ausbaufähig?

Nachtrag: bitte denkt daran, rechtzeitig einen Tisch zu reservieren, sonst könnte es sein, dass ihr uns zwar draußen vor der Halle hören, aber nicht sehen könnt

Och schade…

Während sich das öffentliche Leben langsam an das Tragen von Masken, social Distancing usw. langsam gewöhnt, geht es der Veranstaltungsbranche seit dem Lockdown ziemlich dreckig. Die größeren Headliner versuchen sich gerade mit Konzerten in Autokinos… ziemlich schräg bis merkwürdig. Aber für alle Bands, die nur auf kleineren Events spielen ist das leider keine Option. Uns REUNIONs geht es dabei ja noch gut: wir müssen nicht von der Musik leben, kennen aber einige Berufsmusiker, die jetzt quasi arbeitslos sind. Trotzdem fehlt auch uns das Leben ‚on the road‘, der Spaß, den wir auf Tour haben, die lieben Freunde, die wir gerade nicht sehen können…

Ein kleiner Lichtblick war die Aussicht auf den Auftritt am 29. Mai in Pullman-City Harz. Bis zum 28. Mai war klar, dass die Westernstadt nicht öffnen würde. Gestern dann der große Hoffnungsschimmer: die Stadt öffnet zum Pfingstwochenende… uiiii – vielleicht dürfen wir ja doch spielen.
Heute kam dann leider die Absage, dass es erst mal keine Livemusik geben wird. Ok alles andere hätte uns auch sehr gewundert. Denn wie soll Stimmung aufkommen, wenn die Gäste mit 2 Meter Abstand voneinander sitzen müssen. Oder tanzen untersagt ist…

Und so müssen wir uns und ihr euch noch ein wenig gedulden. Irgendwann kommen wieder bessere Zeiten.

Aber was machen wir REUNIONs eigentlich in diesen Tagen? Für den Saisonstart hatten wir uns einen ganzen Schwung neue Lieder ausgesucht… die proben und verfeinern wir fleißig. Und wir versuchen uns im Homerecording – also einfach mal einen Teil der Probe aufnehmen. Dabei sind wir aber noch ganz am Anfang. Nicht umsonst gibt es Tonstudios mit Top-Equipment und Leuten, die sich damit auskennen. Wir sind noch ziemlich ‚grün hinter den Ohren‘ und prüfen, was geht und was nicht. Es bleibt die Hoffnung, dass wir irgend etwas produzieren, das wir Euch an die Lauscher werfen können.

Bleibt gesund … wir sehen uns wieder – Eure REUNIONs

Probe … nicht virtuos aber virtuell

… wie wir es jetzt versuchen … machen … müssen

Dank Covid19 entfallen für uns nicht nur zahlreiche Auftritte; auch die gemeinsame Probe kann nicht stattfinden – und damit ein enorm wichtiger sozialer Prozess, der uns als Band ausmacht. Und da sich ein Ende des Ausnahmezustands nicht abzeichnet, haben wir uns in den letzten Wochen eine Vielzahl von Lösungen angeschaut.
Vieles war mit einem hohen Frustpotential behaftet und auch die aktuell genutzte Lösung arbeitet noch nicht fehlerfrei.

Ein großes Problem ist die Entfernung der Musiker voneinander. Der Fachbegriff ist ‚Latenz‘ – also die Zeit, die ein (Audio)Signal braucht, um vom Absender zum Empfänger zu gelangen. Dabei ist es egal, ob man zum Beispiel in einer großen Halle steht oder über das Internet kommuniziert: in der Halle ist es die Schallgeschwindigkeit, im Internet sind es die verschiedenen elektronischen Komponenten der Signalübertragung.
Konkret bedeutet das: der Schlagzeuger zählt an aber der Rest der Band hört das Signal Milisekunden später; das Signal, dass der Gitarrist ‚zurückspielt‘ kommt wieder mit Verzögerung an.
Solange die Verzögerung nur 20 Milisekunden beträgt, können wir Musiker das noch kompensieren. Bei größeren Latenzen wird eine Probe schwierig bis unmöglich.

Was machen wir nun?

Videokonferenz-Software entfällt. Punkt! Die Latenz beträgt teilweise eine ganze Sekunde.
Also muss spezialisierte Software her und die ist – im Gegensatz zu Videokonferenzen und Chats – eher ein Nischenprodukt. Also stundenlange Recherche auf YouTube und Co. Darunter vielversprechende Kandidaten, wie JamKazam. Aber entweder sind deren Server gerade überlastet oder die Software nicht ausgereift.
Unsere Lösung heißt ‚Jamulus‘. Hier haben wir die Möglichkeit, einen eigenen Server zu betreiben (gar nicht schwer) und den ‚Client‘ (das Programm) gibt es für Mac, Windows und Linux (aber nicht für mobile Endgeräte).
Eine wichtige Voraussetzung ist eine ausreichend schnelle Verbindung aller Geräte. Lebt einer der Musiker in einem ‚Black Hole‘ – also einer Region mit schlechter Internetverbindung, könnt ihr das Ganze schnell vergessen (eine mögliche Lösung skizzieren wir später). Zudem sollten die Computer mittels Netzwerkkabel mit eurem Router verbunden sein; es soll zwar Versuche von Anwendern geben, die auch über WLAN/Wifi eine nahezu verzögerungsfreie Verbindung aufbauen konnten aber wir möchten alle Störfaktoren eliminieren.
Steht die Verbindung, folgt die nächste Hürde: die Mischung aus Instrument, Gesangsmikrofon und Kopfhörer scheint bei einigen Computerkonfigurationen größere Probleme zu verursachen.
Nach dem Start von Jamulus könnt ihr in den Settings (Einstellungen) eure Soundkarte auswählen und da beginnt die Odysee: während Windows Systeme allgemein als pflegeleicht und leicht zu bedienen gelten, hat Microsoft diesen wichtigen Aspekt ‚Audio/Sound‘ offenbar ausgeklammert. Bei den von uns getesteten Windows-Systemen waren so viele unterschiedliche Einstellungsmöglichkeiten vorhanden, dass man schlicht überfordert war.
Wir möchten hier keinen Glaubenskrieg beginnen aber bei den Apple-Systemen scheint das etwas einfacher gelöst zu sein – hier hatten wir kein Probleme zu verzeichnen.
Beim Client für Linux haben wir wenig bis gar kein Expertenwissen; der Versuch, Jamulus als stetig laufenden Server auf einem Raspberry Pi (3b) zu installieren, scheiterte ebenso, wie der Versuch, das ganze als Dockercontainer auf einer Synology-Diskstation zu betreiben. Aktuell läuft der Server daher einfach parallel zu einem ‚normalen‘ Jamulus Client auf einem MacBook. Wer mehr dazu erfahren möchte, schreibt bitte einen Kommentar.
Hilfreich bei den ersten Tests ist ein paralleler Chat und/oder ein Telefonat. Jamulus hat einen Mini-Chat übrigens bereits integriert. Ebenfalls nützlich war der Fernzugriff auf den anderen Rechner. Das haben wir ganz schnöde mit TeamViewer gelöst, da es quasi Industriestandard ist.
Ach ja: damit TeamViewer läuft, sollte der Rechner halbwegs aktuell sein; ein 2008er iMac entfiel, da das Betriebssystem zu alt war und die aktuelle Version von TeamViewer nicht mehr lief. Jamulus ist das prinzipiell ziemlich egal, Hauptsache der Computer ist für die Aufgabe schnell genug.

Ton steht … und nun?

Ein wichtiger Aspekt, der während so einer virtuellen Probe entfällt, ist die (Mikro)Mimik: im Proberaum (und auf der Bühne) sehen wir uns alle gegenseitig und reagieren darauf, wenn jemand z.B. den Kopf schüttelt, lacht oder grimmig/komisch guckt. Um diesen Aspekt einzubeziehen, haben wir beim gestrigen Test zusätzlich Kameras hinzugeschaltet. Da sich die Firma zoom.us mit ihrer Videolösung nicht gerade mit Ruhm bekleckert hat (aber inzwischen auf die Kritik reagiert) haben wir ‚jitsi meet‘ gewählt. Auf dem Rechner (mit Webcam) braucht man kein Programm zu installieren. Chrome oder Firefox genügen. Für mobile Geräte (Handys und Tabletts) gibt es Apps im jeweiligen iOS oder Android App-Store. Die Konfiguration ist simpel: man vergibt einen ‚Raumnamen‘ (der gerade nicht von jemand anderem benutzt wird). In den Einstellungen sollte man noch ein Passwort vergeben, damit man nicht durch Dritte gestört wird. Wenn alles über die gleiche Internetleitung geht, sollte ggf. auch die Videoqualität etwas herunter gesetzt werden. Auch das eigene Mikrofon sollte in Jitsi ausgeschaltet werden

Großes Hallo, wenn man sich dann endlich (wieder) sieht

Klar bleibt man über Telefon, Mail und WhatApp in Verbindung aber das Wiedersehen mit den anderen Musikern ist ein ganz anderes Erlebnis. Jitsi ermöglicht die Kacheldarstellung aller Videoteilnehmer, die Aufnahme der Videokonferenz sowie einen direkten Livestream z.B. auf YouTube. Allerdings haben wir in Jamulus noch keine Möglichkeit gefunden, eine Aufnahme zu starten.
Bei der Verwendung von Jitsi (oder einer anderen Lösung) wird übrigens schnell deutlich, warum Video als Werkzeug für die gemeinsame Probe entfällt: während wir uns über die Kombination ‚Jamulus plus Kopfhörer und Mikrofon‘ ohne spürbare Verzögerung unterhalten können, sind die (Lippen)bewegungen im Videobild deutlich später zu sehen.

Was machen, wenn das alles fehl schlägt?

Auf die Hürden sind wir jetzt eingegangen und es waren genügend Stolpersteine dabei. Wenn einer davon ein unlösbares Problem darstellt, muss das nicht das Ende bedeuten.
Unser Lösungsvorschlag: ähnlich wie im Tonstudio muss einer der Musiker eine Pilotspur aufnehmen. Das geht auch mit einfachsten Mitteln. Hat man ein Tablett zur Hand, kann man sich ein Mini-Tonstudio installieren. Auf dem iPad wäre GarageBand ein Vorschlag; für Android gibt es sicher ebenfalls Lösungen. Dann benötigt man noch eine USB-Soundkarte und entsprechenden Adapter und kann mit der Aufnahme von Instrument und Stimme beginnen. Auf dem Windows PC gibt es ebenfalls Lösungen wie z.B. Magix, auf den Macs ist GarageBand normalerweise vorinstallliert. Eine der preiswertesten externen Soundkarten, die zuverlässig funktioniert ist die Behringer UM2 (ja, wir wissen, das ist keine Studioqualität). Diese Soundkarte nutzen wir bei zwei Macs übrigens in Kombination mit Jamulus. Hilfreich ist es übrigens, wenn man die Tonaufnahme mit Video kombiniert. Das Ergebnis schickt man dann an die Musikerkollegen, die wiederum ihren Teil aufnehmen. Hier ist Latenz natürlich kein Problem; eher die Kombination der verschiedenen Videos zu einem fertigen Ergebnis. Da die Dateien schnell zu groß für den Versand per Mail werden, ist die umkomplizierteste Lösung ‚WeTransfer‘.

Wie ihr seht: es gibt Möglichkeiten, trotz Corona in Kontakt zu bleiben und vielleicht ergeben sich daraus sogar neue Lösungsansätze für zukünftige Projekte. Lasst Euch von den möglichen Fehlschlägen nicht entmutigen, sondern seht es als Chance. Vielleicht ist dieser Beitrag ja eine Inspiration für andere Bands. Wir sind gespannt auf Eure Rückmeldungen und Fragen (info@reunioncountry.de)

Zum Schluss möchten wir uns einfach bedanken: bei TeamViewer, die ihre Lösung während der Corona-Krise kostenfrei zur Verfügung stellen. Bei den Entwicklern von Jamulus und Jitsi, die ihre Programme ebenso kostenlos anbieten und es uns ermöglichen, trotz Kontaktsperre zu kommunizieren.

Links

Unfreiwillige Spielpause

Ihr habt es ganz sicher bereits mitbekommen: auch kleinere Veranstaltungen werden – auf Grund der aktuellen Gesundheitslage – abgesagt. Das Osterfeuer in Lennep mit seinen geschätzten 2000 Besuchern war eines der ersten ‚Opfer‘ und wir sind gespannt, wie es weiter geht … irgendwann wird sich die Lage wieder beruhigen. Was wir dann mit all den gekauften Hamstern machen sollen, müssen wir an anderer Stelle diskutieren.

Wir haben zum Start der Live-Saison wirklich viele neue Songs geübt und können es kaum erwarten, diese endlich live zu präsentieren. Wann das sein wird, können wir unmöglich abschätzen, hoffen aber, dass wir Euch alle gesund und munter wieder sehen werden – Eure REUNIONs