Jokes

  • Wieviele Reunions braucht man um eine Glühbirne einzuschrauben?  Alle! Einer hält die Birne fest und die anderen saufen bis sich das Zimmer dreht.
  • Was passiert, wenn man Country Music rückwärts spielt? Deine Frau kehrt zu dir zurück, dein Hund wird wieder lebendig und du kommst aus dem Knast heraus…
  • Was muss ein Musiker trinken, wenn er 0,5 Promille erreichen will? Drei Tage lang gar nichts.
  • Was sind die drei ärgsten Feinde des Musikers? Frische Luft, helles Tageslicht und das unerträgliche Gebrüll der Vögel.
  • Was ist der Unterschied zwischen einem Trampolin und einem Banjo? Bevor Du auf ein Trampolin springst, ziehst Du Deine Schuhe aus.
  • Kommt ein sonnengebrillter Typ mit einem Banjokoffer an den Zoll. Der Zöllner verlangt mit grimmiger Miene das Öffnen des Koffers. Darin befindet sich eine Maschinenpistole. Der Zöllner erleichtert: „Uff, ich dachte schon, da sei ein Banjo drin.”
  • Was ist los, wenn aus einem Haufen Sand oben ein Cowboyhut und ein Banjohals heraus schauen? Zu wenig Sand!
  • Was ist der Unterschied zwischen Gitarre und Gitarrist? Der Gitarrist stimmt immer – und die Gitarre stimmt nie!
  • Was ist der Unterschied zwischen einer Handgranate und einem Banjo? Keiner: wenn du sie hörst, ist es zu spät!!!
  • Wenn ein Keyboarder mit seinem Keyboard von einem 10 Meter hohen Turm auf Asphalt springt, was kommt schneller unten an? … ist doch egal, hauptsache er springt!
  • Was macht der Basser in der nächsten Stunde, nachdem er die Schlüssel im Auto hat liegenlassen und die Tür zugeschlagen hat? Er versucht den Schlagzeuger zu befreien, der noch drin sitzt!
  • „Ey, Schlagzeuger! Spiel doch mal dynamisch!!“ – „Wie? Dynamisch? Lauter kann ich nicht.“
  • Was heißt „Schlagzeuger“ auf chinesisch? „No Tai Ming”
  • Wie ersetzt ein Sänger eine Glühbirne? Er hält die Hand mit der Glühbirne in die Höhe und meint, die ganze Welt dreht sich um ihn!
  • Woran erkennt man, dass ein Schlagzeuger an die Tür klopft? Das Klopfen wird schneller…
  • Was ist der Unterschied zwischen einem Schlagzeuger und einem Metronom? Das Metronom hält den Takt und schläft nicht mit deiner Freundin.

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Die wichtigsten Antworten für Musiker

  • Ja… das muss so laut sein!
  • Ja… dein Autoradio klingt natürlich viel besser und hat auch viel mehr Watt als unsere PA!
  • Ok… Wenn du das Gewehr weg legst, spielen wir auch Country Roads
  • Ja… wir kennen uns mit den vielen Knöpfen am Mischpult aus!
  • Nein… wir kennen <beliebige Band> aus <irgendein Dorf> nicht. Wir haben noch nicht mit denen zusammen gespielt und haben auch noch nie von denen gehört!
  • Ja… wir haben uns eben extra verspielt!

Die wichtigsten Antworten für Tontechniker

  • Nein, ich weiß nicht wo der Veranstalter ist
  • Ja, das muss so laut sein.
  • Nein, ich weiß nicht, wer heute spielt.
  • Ja, diese Anlage hat viele tausend Watt.
  • Nein, ihre Jacke können sie hier nicht ablegen.
  • Ja, ich kenne alle diese Knöpfe.
  • Nein, ich kann keine Durchsagen machen!
  • Ja, ich mache das hauptberuflich.
  • Nein, Sie dürfen sich hier nicht unterstellen
  • Nein, ich bin nicht der DJ.
  • Ja, ich fände es auch unheimlich lustig, wenn Sie jetzt diese Knöpfe verdrehen würden.
  • Schön, dass Sie sowas früher auch mal gemacht haben.
  • Nein, ich kann die Sie blendende Lampe nicht ausmachen (außerdem ist dies der Tonmixer).
  • Ja, diese Anlage kostet zig tausend Euro.
  • Nein, sie dürfen ihr Getränk nicht auf die Technik stellen.
  • Ja, ich könnte die Gitarre schon leiser machen – wenn dies nicht ein Lichtmischpult wäre…
  • Nein, ich weiß nicht, wo die Toiletten sind
  • Nein, ich habe kein Gaffa-Tape
  • Jede weitere Antwort kostet 10 €

…und der Edding bleibt am Pult!
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Verhaltensmaßregeln für REUNION-Konzertbesucher:

Achtung: Die Musiker sind extrem nervöse und scheue Geschöpfe. Schaffen Sie daher eine Umgebung, in der sich die Künstler wohlfühlen:

  • Bewegen Sie sich mit ausladenden Bewegungen – vielleicht sogar im Takt der Musik?
  • Nehmen Sie die Hände auf gleiche Höhe – die Hand-Innenflächen sollten zueinander zeigen und bewegen nun die Hände schnell aufeinander zu. Wundern Sie sich nicht, wenn dabei ein Geräusch entsteht. Fachleute nennen dies nach eingehenden Untersuchungen übrigens „klatschen“.
    Ok, nun probieren Sie die Übung mit den eigenen Händen!
    Notorische „Bierglas-in-der-Hand-Halter“ und „Cool-die-Hände-in-der-Hose-Lasser“ sollten diese Übung überspringen.
    Klatschen Sie viel und häufig, stampfen Sie zwischendurch mit den Füßen auf den Boden… aber nicht auf die Füße des Nachbarn, obwohl …
  • Sparen Sie nicht mit Begeisterungsrufen – auch wenn es Ihren Tischnachbarn irgendwann nervt (Beachten Sie auch den nächsten Punkt). Probieren Sie zwischendurch Tierlaute!
  • Haben Sie einen griesgrämig dreinschauenden Tischnachbarn? Dann hauen Sie ihm ihren Ellenbogen doch mal herzhaft in die Seite. Grinsen Sie ihn dabei dümmlich an – dies hebt die Stimmung… garantiert!
  • Wenn Sie mit der Darbietung nicht zufrieden sind, teilen Sie dies der Band lautstark mit: Rufen Sie wiederholt „We want more“ – das ist Musikersprache und bedeutet soviel wie „Ihr seid heute echt wieder richtig scheiße“. Wundern Sie sich nicht, wenn die Musiker anfangen zu grinsen – Es sind sehr sonderbare Naturen.
  • Zeigen Sie Mitgefühl für diese armen Wesen: Kaufen Sie die Merchendising-Artikel im Überfluss. Tante Bertha sieht im übergroßen Reunion-T-Shirt doch wirklich nett aus.Spenden Sie viel… sehr viel! Wenn Sie nur fünfzig Euro in der Tasche haben, macht das wirklich nichts. Die Musiker geben sich auch mit Kleinigkeiten zufrieden.
  • Wenn ein Musiker nach dem Konzert Kontakt zu einem weiblichen Fan sucht, sollte das Weibchen schnell einen dunklen, ruhigen, vorzugsweise gepolsterten Ort suchen und sich auf den Boden legen. Immer daran denken: „Er will nur spielen!“

Musiker-Lexikon

„Aftershowparty“:
Die sog. „Aftershowparty” steht noch höher im Kurs als auf der „Gästeliste” zu stehen. Während Popstars für gewöhnlich ihre Live- oder Playbackauftritte mit höchst gelangweilter Routine herunterreißen, sollen sie unmittelbar nach der Pflicht bei der Kür der Aftershowparty zu Hochform auflaufen, d.h. sie begrapschen hemmungslos alles, was nicht bei drei auf den Bäumen, bzw. unter dem kalten Büfett ist. Trotzdem gilt es als prestigeträchtigste Auszeichnung zu einer solchen Veranstaltung eingeladen zu werden, da hier Prominente aus nächster Nähe beobachtet werden können, wie sie in „echt” sind, d.h. ohne jegliche Kinderstube.

„Backstage“:
Nachdem die säkularisierte Gesellschaft den Himmel abgeschafft hat, hat die moderne Unterhaltungsmusik den Garten Eden wieder eingeführt und zwar in Form des „Backstagebereichs”. „Einmal bei einem Konzert in den Backstagebereich dürfen und dann in Neapel sterben” – so lautet der Wahlspruch eines jeden Popmusikfans. Denn im Backstagebereich ist man mit seinen Heroen auf du und du, außerdem, so heißt die Legende, flössen dort der Champagner und irischer Malt Whiskey in Strömen und die schönsten Jünglinge und Jungfrauen böten sich willig zur Paarung an. All das stimmt – sieht man einmal vom Champagner, dem Whiskey und den paarungswilligen Jungfrauen und –männern ab, die im Backstagebereich genauso leicht zu bekommen sind wie ein Pfund Kaviar in einem Restaurant in Nord-Korea. Dennoch drängt es bei Konzerten immer wieder Tausende von Fans in diesen mythenumrankten Bereich. Helden gibt es dort aber wirklich – zwar nur den Hausmeister; der hat aber dafür den Schlüssel für den Sicherungskasten.

„Band“:
Bezeichnet einen Mikrokosmos mehr oder weniger neurotischer Individuen, die sich einmal pro Woche in einem „Proberaum” treffen, um ihren sadistischen, bzw. masochistischen Neigungen nachzugehen. Den Radau, den sie dabei veranstalten bezeichnen sie stolz als „Musik”. Das Sozialverhalten einer „Band” im Laborversuch nachzustellen ist bislang gescheitert, jedoch hat es die moderne Forschung mittlerweile ermöglicht, Bands künstlich herzustellen (sog. „Boygroups”). Die Motivation sich einer Band anzuschließen ist bislang völlig rätselhaft geblieben, jedoch ist aus diversen Aussagen von Bandmitgliedern eine gewisse Hoffnung auf Reichtum, Ruhm und ewiges Glück herauszulesen, was das Phänomen „Band” in die Nähe fanatischer religiöser Sekten und deren Heilsversprechen rückt.
Die merkwürdigste Abart in der Erscheinungswelt der Bands ist die sog. „Heavy Metal-Band”, deren Mitglieder sich im wesentlichen durch unkontrollierten Haarwuchs und/oder wuchernde Tätowierungen auszeichnen. Typische Liedtitel von Heavy Metal Bands lauten: „Hass”, „Hass mich, ich hass dich auch”, „Mann hab ich ´ne Stinkwut heut morgen” oder „Mann hab ich nen Hass auf meine Stinkwut”. Weitere Degenierungsformen sind u.a. „Doom Metal Bands”, deren Mitglieder sich in der Öffentlichkeit ausschließlich in Kostümen zeigen, wie Unterhaltungskünstler sie bei Kinderbelustigungen wie „Halloween” o.ä. zu tragen pflegen. Die Texte der „Doom Metal Band” drehen sich dabei im wesentlichen um die Glorifizierung eines Herrn „Satan” und die Frage, wieviele frischgepflückte Wassermelonen ihm allmorgens zum Opfer dargebracht werden sollten.
Leute hingegen mit ausgeprägt satirischem Charakter schließen sich einer „Bluesband” an. Andere, die zuviele schwarze Rollkragenpullis zu Weihnachten geschenkt bekommen haben (und/oder die eine Brille tragen) treten einer „Jazz Band” bei und solche, die zuviel Quasselwasser getrunken haben, fühlen sich in HipHop-Bands wohl. Leute, die dagegen so uncool sind, dass sie niemand in irgendeine Band aufnimmt, müssen zu hause bleiben und sich mit einem „Technoprojekt” zufriedengeben.
Als die Königin der meisten aller Bands gilt eine Gesangsgruppe aus den frühen sechziger Jahren aus dem englischen Liverpool, deren programmatische Textzeile lautet: „Komm gib mir deine Hand, damit ich in meinem LSD-Himmel damit Erdbeeren pflücken kann, während meine freundliche Klampfe dir die Ohren zujault”. Soviel zur intellektuellen Tiefe von Bands.

„Bassist“:
der Bassist hat zwei Saiten weniger zur Verfügung, um auf sich aufmerksam zu machen als der Gitarrist, weshalb er in der Bandhierarchie auch zwei Stufen unter ihm steht. Meist ist der Bassist ein Gemütsmensch, dem es auch nichts weiter ausmacht, wenn er bei Konzerten mal hinter dem Vorhang stehen muss, weil vorne kein Platz mehr ist. Spielt der Bassist falsch oder ein völlig anderes Stück als der Rest der Band, fällt es ohnehin niemandem auf (außer den Kollegen). Lob bekommt er nie (außer er bringt zur Probe ein Sixpack mit), was ihm aber nichts ausmacht, da er längst resigniert hat und weiß, dass er ohnehin nie ein Groupie abbekommen wird.

„Demo“:
Nicht etwa das Engagement für soziale, politische oder karitative Zwecke. Ein „Demo” bezeichnet die Studioaufnahme eines oder mehrer Lieder einer Band. Was damit demonstriert wird, sind jedoch meist die Schwächen eines oder mehrerer Mitglieder der Band (meist des Sängers) oder der Band insgesamt. Das Demo wird an Plattenfirmen („Labels”) und/oder Konzertveranstalter verschickt, wo es direkt in die Recyclingtonne für Kunststoffabfälle befördert wird. Bis heute hält sich die überaus hartnäckige Legende, Demos würden von irgend jemandem angehört, die im wesentlichen von Tonstudios am Leben erhalten wird, die mit der Produktion von Demos ihr Geld verdienen. (siehe auch „Toningenieur”)

„Drogen“:
Selbst Kenner der populären Musik, die um deren Ruf besorgt sind, bestreiten nicht, dass unter Musikern wie Fans Drogen konsumiert werden. Zwar sei dies, so wird immer wieder betont, bei weitem noch nicht so schlimm wie etwa in den Slums amerikanischer Großstädte oder der internationalen Leichtathletik, aber immerhin. Die Gründe für den Konsum von Drogen in der Welt der Popmusik sind überaus vielfältig, wer aber beispielsweise einmal ein Konzert der amerikanischen Band „Grateful Dead” miterleben musste, wird Verständnis aufbringen, warum Tausende von unbescholtenen Zuhörern zum beruhigenden Joint greifen. Von seiten der Musiker wird als Grund für deren Drogenkonsum immer wieder der „immense Druck” angeführt, in der Öffentlichkeit z.B. eine E-Gitarre bedienen zu müssen, ohne es je gelernt zu haben. Da aber in der heutigen Medienlandschaft jedes Konzert von Kameras aufgezeichnet wird, müssen die Musiker bereits am Tag darauf beim Ansehen der Konzertaufzeichnung erneut Drogen nehmen, da sie es sonst nicht ertragen könnten zu sehen, wie sie sich am Abendzuvor aufgrund übermäßigen Drogenkonsums vor der Weltöffentlichkeit zum Vollidioten gemacht haben. Dass die Einnahme von Drogen dabei die Denkfähigkeit nicht unbedingt erhöhen muss, zeigen zahlreiche Interviews mit Musikern, von denen hier als typisches Beispiel nur eines mit Ozzy Osbourne angeführt werden soll, der auf die Frage eines Reporters, warum er sich in seinem Alter noch den Tourneestress antue, schlicht „Ozzy Osbourne” geantwortet haben soll.

„Drummer“:
Drummer waren meist schwierige Kinder, denen jedes Mittel recht war, um auf sich aufmerksam zu machen. Das heimliche Vorbild aller Schlagzeuger ist daher Oskar Mazerath. In dieser Tradition fuchst den Drummer die Aufmerksamkeit, die der Sänger – dieser eitle Fatzke! – erhält, weshalb er vornehmlich in leisesten Falsettpassagen den Sologesang mit kräftigstem Crash-Becken-Einsatz unterminiert. Im Kreise der Bandkollegen ist der Schlagzeuger nicht sehr angesehen, da er als einziger nicht mal in der Lage ist, Töne zu produzieren. Da er aber mit seinem „Instrument” lautstärketechnisch alles zuzudonnern vermag, was ihm in die Quere kommt, ist er gleichermaßen gefürchtet. Vor und nach Auftritten ist der Schlagzeuger der einsamste Mensch des Universums, da insbesondere die Bandkollegen wissen, wieviel Stress das Auf- und Abbauen des Schlagzeugs bedeutet. Während die anderen nach dem Konzert bereits an der Bar stehend ihre Gratis-Caipirinhas schlürfen, schleppt der Schlagzeuger im Schweiße seines Angesichts, seine Trommeln, Becken, Ständer und sonstiges in sein Auto, um schließlich völlig erledigt an einem Mineralwasser zu nuckeln. Im Zuge der Elektronisierung der Popmusik ist der Schlagzeuger das ärmste Schwein, da bei der kleinsten Takt-Unregelmäßigkeit der Toningenieur, bzw. die Bandkollegen mit dem Einsatz von Computern und Drummachines drohen, was den Schlagzeuger allerdings kaum anficht, da er stets in dem Glauben lebt, der Lauteste sei auch der Unentbehrlichste. Eine intensive Ehe strebt der Drummer mit dem Bassisten an, um die sogenannte „Rhythm-Section” bilden, eine bisweilen überaus mächtige Koalition, die der natürliche Feind von Sängern, Gitarristen und sonstigen Angebern ist.

„Fans“:
Ohne den „Fan” wäre der moderne Popstar überhaupt nicht denkbar. Die Vorstellung, etwa Michael Jackson würde in einem Fußballstadion auftreten und kein einziger Fan würde dem Konzert zuhören, wäre zwar sympathisch, jedoch auch ein wenig seltsam. Für den Popstar, der jahrelang geschuftet hat, um Fans zu besitzen, gilt die einfache, aber paradox anmutende Gleichung: „Je mehr Fans, desto schlechter”, da er sich nun fortwährend vor ihnen verstecken muss, da er vom vielen „Autogramme-Geben” sonst chronisch zu werden drohende Sehnenscheidenentzündungen befürchten muss. Verfügt eine Band oder ein Musiker hingegen nur über wenige Fans, sagen wir zwei oder drei, wird der Fan hingegen gehegt und gepflegt und bekommt von seinem Idol sogar selbstgebackenen Kuchen zum Geburtstag geschickt. Für den Fan gilt daher, sich möglichst eine Band zur Bewunderung auszusuchen, die neben ihm kaum über weitere Fans verfügt.

„Gästeliste“:
„Auf der „Gästeliste” zu stehen” bedeutet in der Fachsprache der Popmusik wichtig zu sein. Denn es zeichnet einen gegenüber dem profanen zahlenden Zuschauer dadurch aus, dass man ein oder mehrere Mitglieder der auftretenden Band persönlich kennt, bzw. jemanden persönlich kennt, der einen von der Band persönlich kennt. Die nächste Stufe nach der Gästeliste ist der Zutritt für den „Backstagebereich” und gänzlich geadelt wird derjenige, der noch zur sog. „Aftershowparty” eingeladen ist. Ominöserweise bleibt diese Hierarchie erhalten völlig unabhängig vom Status der Band, da – egal ob „Onkel Hottes Country-Küche” in der örtlichen Kneipe oder die Rolling Stones im Madison Square Garden auftreten: Leute, die auf der Gästeliste stehen, schauen stets gleich wichtig drein.

„Gitarrenhändler“:
Der Gitarrenhändler ist entweder kühl kalkulierender Geschäftsmann, den man an Sätzen wie „Bei dem Dollarkurs kannste froh sein, dass da überhaupt Saiten drauf sind” erkennt, oder er ist selber – frustrierter – Musiker der dem verschüchterten Anfänger erstmal ein paar Eddie Van Halen-Läufe vororgelt, um dem Greenhorn klar zu machen, wer hier der Chef im Ring ist, worauf der nun gänzlich verängstigte Kunde das Instrument kauft, ohne es auch nur berührt zu haben, oder er drückt sich unauffällig die Wand entlang in Richtung Ausgang, nachdem er beschlossen hat, statt Gitarre lieber Volleyball zu spielen. Darüber hinaus gibt es noch den Großhändler, der einen Kunden prinzipiell nur dann bedient, wenn dieser mindestens acht Millionen Alben verkauft hat. Die Hamburger Band „Tocotronic” hat schließlich diese Missstände in ihrem Lied „Gitarrenhändler wir verachten Euch!” öffentlich angeprangert.

„Gitarrist“:
Die Gitarre ist das bedeutendste und göttlichste Instrument auf Gottes weitem Rund. Das zumindest denkt der Gitarrist und benimmt sich dementsprechend. Verfügt der Gitarrist darüber hinaus auch noch über einen entsprechend gut bestückten Verstärker, kann er sogar in Bezug auf die Lautstärke für den Schlagzeuger zu einer echten Gefahr werden. Unterschieden werden muss zwischen zwei Arten von Gitarristen: zum einen gibt es den meist harmloseren „Rhythmus-Gitarristen”, zum anderen den weitaus gefährlicheren „Solo-Gitarristen”, der jedoch in unseren Breiten zunehmend vom Aussterben bedroht zu sein scheint. In anständigen Bands trifft man den „Solo-Gitarristen” gottlob kaum mehr an. Aber auch der normale Gitarrist hat Eigenschaften, die der Erwähnung bedürfen: So begnügt sich der Gitarrist nicht etwa mit dem Spielen seines Instruments, sondern trampelt während dessen fortwährend auf sog. „Effektgeräten” herum, die solch alberne Namen wie „Flanger”, „Phaser”, „Tremolo” oder „Tube screamer” tragen und auch genau so klingen. Ähnlich wie gewisse Arten von Keyboardern erzählt der Gitarrist fortwährend etwas von „F major 7” Akkorden, selbst wenn er, um einen solchen spielen zu können, erst umständlich in seinem „Akkordbuch” nachschlagen muss. Normalerweise ist der Gitarrist ununterbrochen auf der Suche nach seinem Plektrum. Hat er es endlich gefunden, reißt ihm erst einmal eine Saite. Allein deshalb ist der Gitarrist ständig von nervöser Unruhe ergriffen („Wo ist mein Plektrum?”) und fällt besonders dadurch auf, dass er sich auf dem Bandfoto in den Vordergrund drängt. Das unangenehmste aber leider recht häufig anzutreffende Exemplar ist der Gitarrist und Sänger in Personalunion. Hat man ein solches Exemplar in der Band bleiben nur zwei Möglichkeiten: a) sich in die Knechtschaft fügen oder b) sich aufzulösen.

„Groupies“:
Der Begriff des „Groupies” stammt vermutlich aus den sechziger Jahren und beschreibt den überaus haltbaren Mythos von einer Art lebenden Gummipuppe, die sich von Drogen und Alkohol berauscht, unablässig und ohne größeren Überredungsaufwand zu sexuellen Handlungen jeder Art hinreißen lässt. Ob das Groupie jemals in der Realität existiert hat, ist dabei überaus zweifelhaft. Gerüchten zufolge sollen „Musikalienhändler” die stagnierende Nachfrage nach Instrumenten mit der Erfindung des „Groupie-Mythos” wieder erfolgreich angekurbelt haben, indem sie pubertierenden Jünglingen die Mär ins Ohr raunten, man benötige nur das richtige Equipment wie etwa Jimmy Page oder Richie Sambora und schon würden einem angeblich „die Weiber die Bude einrennen”. (s.a.„Gitarrenhändler”)

„Jam Session“:
Fällt einer Band überhaupt nichts mehr ein, oder hat sie keinerlei Lust ordentlich zu proben, dann macht sie einfach eine „Jam session” oder kurz: sie „jammen”. „Jammen” bedeutet hierbei im wesentlichen orientierungsloses Herumgedudel, bei dem jeder das spielt, was ihm gerade einfällt und niemand auf den anderen hört. Die Ähnlichkeit mit dem deutschen Begriff Katzen”jammer” ist hierbei durchaus nicht zufällig. Was das „Jammen” bei Bands so beliebt macht, ist, dass der Sänger hier ausnahmsweise einmal außen vor bleibt, denn bei solch einem Getöse könnte er sich ohnehin nicht durchsetzen. Der bekannte Spruch „Jamsession sponsored by Aspirin” ist ausreichende Beschreibung dessen, was aus den Boxen dringt. Als taktisches Mittel dienen Jam-Sessions auch dazu, um aufdringliche Gäste aus dem Proberaum zu vertreiben.

„Keyboarder“:
Der Keyboarder ist prinzipiell nur in zwei Grundversionen erhältlich: entweder Modell a (kann gut spielen, hat aber keine Ahnung von der Technik und der Programmierung seines Instruments) oder Modell b (hervorragend in Technik und Programmierung, kann aber nicht spielen). Legenden nach sollen auch Keyboarder existieren, die sowohl spielen können als auch Ahnung von der Technik haben, in der Realität ist ein solches Exemplar jedoch noch nicht gesichtet worden. Je nach Ausgabe ergeben sich unterschiedliche Probleme mit dem Keyboarder: Verfügt man über Modell a, darf man sich selbst in New Wave-Stücken über zahlreiche unerwartete Jazz-Improvisationen freuen, die zudem im herrlichsten ab Werk programmierten Plastikorgelsound daherkommen. Verfügt man dagegen über Modell b, droht man angesichts der bombastischen Streichersounds aus der Keyboardecke vor Ehrfurcht zu Boden zu sinken, griffe er nicht unbeirrt den falschen Akkord. Ansonsten teilt der Keyboarder das Schicksal des Bassisten: keine Sau interessiert sich für ihn, weshalb er sich in seiner Freizeit dem „Inlineskaten”, „dem Mountainbikefahren” oder sonstigen Verzweiflungstaten hingibt.

„Live-Mixer“:
Den Live-Mixer erkennt man an zwei Merkmalen: 1.): Er ist völlig taub und 2.): Er ist total genervt. Laien werden bewundern wie souverän der Live-Mixer an den Knöpfen seines Mischpultes herumdreht; Insider hingegen werden sich dagegen immer wieder wundern, wieviel der Live-Mixer an den Knöpfen seines Mischpultes herumdreht, ohne dass sich der Sound auch nur im geringsten verändert, geschweige denn verbessert. Insgeheim träumt der Live-Mixer davon Bands wie Pink Floyd, Depeche Mode oder wenigstens die Rolling Stones „mischen” zu dürfen, da er aber nur Jobs erhält wie das alljährlich stattfinde Dorfmusikfestival in Niederkirchenbach, rächt er sich für dieses ungerechte Schicksal, indem er unabhängig ob Reggae- oder Speedmetalband dafür sorgt, dass der Sound stets so klingt, als werde er von einem Telefon übertragen.. In seiner Freizeit spricht der Live-Mixer – ähnlich wie der Toningenieur – ausschließlich von seinem „Equipment” und deren technischen Charakteristika, wobei er stets ein T-Shirt einer völlig aus der Mode gekommenen Heavy-Metal-Band trägt. Dies mag der Grund dafür sein, dass der Live-Mixer auch keine Freunde hat, geschweige denn jemals eine Freundin findet und somit ein einsames und unglückliches Leben zu führen verdammt ist.

„Manager“:
Beim „Manager” unterscheidet man zwischen dem „Profi”, der schwergewichtig einer Luxuslimousine entsteigt und dem „Amateur”, der mager und mit ausgewaschenen Jeans seinen dreißig Jahre alten Ford Transit-Bus anschiebt. Während man den Profis an Sätzen wie „Ich bring Dich groß raus” und „Zieh Dich aus, ich muss mit Dir reden” erkennt, zeichnet sich der Amateur-Manager dadurch aus, dass er die von ihm betreuten Musiker nachts um vier anruft, um freudestrahlend zu berichten, dass es ihm nach zähen Verhandlungen endlich gelungen sei, dass bei der nächsten Modenschau in „Trudis Modestübchen” das aktuelle Demo-Band gespielt werde. Beiden Managertypen gemeinsam ist, dass sie niemals etwas für die Gemanagten erreichen, außer ihnen entweder das Geld aus der Tasche zu ziehen oder ihnen endlos auf die Nerven zu gehen.

„Monitoranlage“:
Große, meist schwarze, unförmige Boxen, die auf der Bühne im Weg herumstehen und prinzipiell nicht funktionieren.

„Plattenvertrag“:
Das Ziel jedes Musikers ist der „Plattenvertrag”. Nur er verspricht Ruhm, Geld und ewiges Glück. Um dorthin zu gelangen, muss ein Demo aufgenommen und versandt werden. Da Plattenfirmen aber alles andere als Zeit haben, kann sich dort niemand die mühselig aufgenommenen Songs anhören, weshalb bis heute auch niemand irgend jemanden kennt, der jemals einen Plattenvertrag bekommen hätte (es sei denn, man ist der Cousin von Michael Jackson, bzw. von ihrer Schwester Janet). Dennoch strebt der Nachwuchs unbeirrt nach dem Plattenvertrag und gibt weiterhin Geld und Schweiß aus, um auch einmal berühmt zu sein. Der Vorschlag von Musikerverbänden Plattenverträge analog der „Green-Card-Lotterie” zu verlosen, wurde von den Bossen der Plattenfirmen noch nicht aufgegriffen, weshalb weiterhin Milliarden von Amateurbands und –musikern in die Hände von Toningenieuren und Studiobetreibern geraten und sich oft erst nach Jahren unter tätiger Mithilfe von Verwandten und Hilfsorganisationen aus deren Fängen wieder befreien können.

„Sänger“:
Der Sänger ist der König jeder Band; auf ihn richtet sich naturgemäß fast alle Aufmerksamkeit. Objektiv betrachtet gibt es nur zwei Arten von Sängern: gute und schlechte. Für den Sänger selbst gibt es ebenfalls zwei Arten von Sängern: schlechte und ihn. Der Sänger ist unantastbar und muss daher gehätschelt und getätschelt werden, denn es gibt nicht viele, die sich freiwillig auf eine Bühne stellen, um sich unsterblich zu blamieren. Verlässt der Sänger die Band, bleibt meist nur die Auflösung. Daher lässt die Band dem Sänger auch jede seiner Zicken durchgehen. Da der Sänger all dies weiß, droht er fortwährend mit seinem Bandaustritt, was er jedoch nie in die Realität umsetzten würde– schließlich erhielte er ja nicht mehr die geliebte Aufmerksamkeit, würde nicht mehr gehätschelt und getätschelt und keiner würde ihm mehr seine Zicken durchgehen lassen. Während die anderen Bandmitglieder für den Sänger lediglich schnöde Handwerker sind, ist er der Künstler, der feinsinnige Ästhet, der seinen Weltschmerz (und seien es auch die Trennungswehen von seiner gescheiterten Beziehung mit Heidrun) in die Welt hinausschreit, um den vor der Bühne stehenden Ignoranten klarzumachen, dass sie, würden sie einmal so tief fühlen wie er, überhaupt nicht glücklich sein könnten und dürften. Werden Bandfotos gemacht besteht er als einziger darauf geschminkt zu werden. In seiner Freizeit sitzt der Sänger mit Notizblock, Bleistift und Englischwörterbuch in Cafés herum, um seine grandiosen Ansichten über das Leben in unsterbliche Verse zu fassen. In Cafés sitzt er deshalb, damit ihn dabei auch genügend Leute sehen. In diesen Momenten ist der Sänger erfasst von Ehrfurcht vor seinem eigenen Künstlertum, während die um ihn herum sitzenden Gäste sich köstlich über den langhaarigen Wichtigtuer amüsieren, der sowieso gleich wieder mit der Kellnerin zu diskutieren anfängt, weil er nicht genug Geld hat, um den Espresso bezahlen zu können, vor dem er seit vier Stunden sitzt.

„Texte“:
Der wichtigste Gegenstand in Popmusiktexten ist die sog. „Liebe”. Unterschieden werden muss hier zwischen Texten, in denen einem gewissen „baby” mitgeteilt wird, wie sehr man „in love” mit ihm oder ihr sei und solchen, in denen sich bitter darüber beklagt wird, dass das „baby” einen verlassen habe, bzw. dreistere Gesellen fordern das „baby” noch dazu auf, die getroffene Entscheidung zu revidieren und bitteschön doch wieder „back” zu kommen.
Während es in früheren Zeiten auch noch Texte mit sog. politischem Inhalt gab („Keine Atomraketen!”, „Keinen Atomkrieg!”, „Keine Atomkraftwerke!”, „Keine Atommüllwiederaufbereitungsanlagen!”, „Keine Atomwaffensperrverträge! –äh, halt! eben das doch gerade: Ganz viele Atomwaffensperrverträge!”) behandeln heutzutage moderne Texter neben der erwähnten „Liebe” zu einem „baby” auch noch wichtige Fragen der Körperertüchtigung: „I wanna dance all night long”, „Move your body”, „I wanna dance all week long”, „Shake your hips”, „I wanna dance all month long” oder schlicht „Cherie cherie Lady” heißen hier typische Werke.
Randgruppen des sog. „Undergrounds” beschäftigen sich darüber hinaus noch mit Themen wie „Satan” (s.a. „Band”), „Kettensägenmassakern”, „Selbstmord” oder „Weltuntergang”. Allerdings scheint auch hier die Behandlung der Themen nicht unabhängig zu sein von den Generalthemen „Liebe” und „Tanzen”. Typische Titel solcher Randgruppen lauten daher: „Satan come back to me!”, „Shake your Kettensäge” oder „I wanna commit suicide all night long”.

„Toningenieur“:
Der Toningenieur ist entweder a) ein Profi oder b) ein Amateur. Der Profi bewertet die gerade abgelieferte Leistung der Musik stets mit den aufmunternden Worten: „Ja, ausgezeichnet -? gleich noch mal!” oder, wenn der Abend schon weiter voran geschritten ist, mit der motivierenden Beurteilung: „Gar nichts ist das – überhaupt gar nichts!” Den Amateur-Ingenieur hört man hingegen immerfort Dinge vor sich hin brabbeln wie: „Ich versteh das nicht- wieso ist da nichts auf Band?” Beide – sowohl Amateur wie Profi reden in ihrer Freizeit ununterbrochen von den technischen Details von Studioequipment, weshalb der Toningenieur ein ebenso gefürchteter wie gemiedener Zeitgenosse ist.

„Video“:
Das Video, oder auch: der „Videoclip” hat sich zum wichtigsten Werbemittel für Popmusik entwickelt, weshalb mittlerweile bereits jüngste Nachwuchstalente – aus verständlichen Gründen – darauf verzichten, Unterricht bei einem versierten Musiker zu nehmen und statt dessen lieber eine Kosmetikerlehre machen. In den Frühzeiten des Mediums waren insbesondere Videos beliebt, die die Bandmitglieder zu Pferde und in Ritterkostümen zeigten, was zwar die Mühe des Schminkens überflüssig machte, jedoch litt die realistische Darstellung etwa daran, wenn der Gitarrist in voller Rüstung hoch zu Ross mit umgehängter E-Gitarre das Spielen eines Solos simulieren sollte, während er gleichzeitig noch die Zügel halten sollte. Der Kanadier Bryan Adams löste dieses Problem später, indem er sich einfach ohne jegliche Verkleidung mit seiner Gitarre auf einen Spargelacker stellte, um sich dort filmen zu lassen, wie er seinem „baby” mitteilte, dass er unheimlich in love” mit ihr sei (s.a. „Texte”). Insidern blieb aber auch bei dieser Darstellung nicht verborgen, dass Bryan nicht einmal ein Kabel in seiner Klampfe stecken hatte, weshalb man mittlerweile dazu übergegangen ist, das Simulieren von jeglichem Instrumentenspiel gänzlich aus Videos zu streichen und statt dessen halbnackte Models in einem Cadillac auf und ab hüpfen zu lassen, während der Sänger sein „baby” auffordert, doch endlich zu ihm zurückzukommen (s.a. „Texte”). Diese Veränderung der ästhetischen Gestaltung von Video-Clips mag u.a. auch ein Grund für das Aussterben politischer Texte gewesen sein, da die visuelle Darstellung eines Liedes, das sich etwa gegen die Errichtung atomarer Wiederaufbereitungsanlagen richtet, während zwölf halbnackte Models in einem Cadillac auf und ab hüpfen, den Konsumenten von der Dringlichkeit des Anliegens vermutlich nur geringfügig überzeugen könnte.